Auszug aus der Chronik der FF Gutau

1873
Marktbrand: die Häuser Oyrer bis Reisinger und Wagner bis Pfarrhof brannten ab.
Daraufhin wurden von der Pfarre Gutau Löschgeräte angekauft und in einer Hütte neben der Kirche aufbewahrt.

1885
wurde ein Feuerwehr-Gründungskomitee gebildet, welches dann am 13. September die Gründungsversammlung einberief.
Der erste Feuerwehrkommandant war der Oberlehrer Julius Wagner. Der Gründungstag wurde mit 4. Mai festgelegt.

1888
wurde die Musikkapelle zur Feuerwehrmusik.

1889
gab die Musik Gutau ein Konzert; der Reinerlös diente zur Anschaffung einer Saugspritze.

1894
wurde das alte Feuerwehrzeughaus auf dem Spitalsgrund errichtet. Finanziert wurde dieser Bau aus Mitteln der Pfarrgemeinde. Gleichzeitig wurde auch die erste Saugspritze für die Feuerwehr Gutau angekauft.

1894
brannten in Falbenstein 4 Häuser durch Blitzschlag nieder.

1895
Gutau gehört zum Feuerwehrverband Prägarten und trägt die Nummer 35

1900
brannte durch Blitzschlag der landwirtschaftliche Trakt des Gasthauses Höller.
Das gleiche Gewitter entfachte auch einen Brand beim Klein-Aistecker.
(3.August) brannte es beim Binderbauer in Selker

1909
wurden durch die Pfarre für die Feuerwehr neue Schläuche angekauft.
In diesem Jahr brannte die Ortschaft Elz bei Kefermarkt nieder, sowie die Ortschaft Schnabling.
Die Feuerwehr zählte damals 47 Mitglieder. Der Mannschaftswagen konnte damals um 5 Kreuzer für Ausflugsfahrten gemietet werden.

1910
brannten 6 Häuser in Falbenstein ab.
In diesem Jahr wurde auch das 25-jährige Gründungsfest gefeiert.
Aus den Aufzeichnungen geht hervor, dass die Feuerwehrkasse damals sehr mager war.

1912
brannten 3 Häuser ab: Horitz, Prähofer und Michl in Guttenbrunn

1913
wurde um 221 Kronen ein Schlauchturm beim Feuerwehrdepot errichtet. Die Hälfte der Kosten wurde wieder von der Pfarre entrichtet. Am Rennerberg wurde ein Feuerwehrfest abgehalten, das einen Reinerlös von 260 Kronen brachte.
Eine neue Saugspritze, die heute noch erhalten ist, konnte angeschafft werden und diente lange Zeit der Feuerwehr Gutau.

1914 - 1918 1.Weltkrieg ( keine Aufzeichnungen über Aktivitäten der Feuerwehr)

1926
gab es ersten Überlegungen und Beratungen zum Ankauf einer Motorspritze.
Für das Rettungsauto des RK Freistadt, leistete die Feuerwehr Gutau einen finanziellen Beitrag.

1929
brannte es in der Ortschaft Langfirling. Über 20 Häuser fielen den Flammen zum Opfer.
Die Feuerwehr Gutau hatte eine Anfahrzeit von 2 ½ Stunden und hatte trotzdem noch genügend zu tun.
In diesem Jahr brannte es auch beim Hinerneder und Dörfler in Selker.
Die Feuerwehr übernahm zu dieser Zeit auch die Krankentransporte – Rettungsabteilung.

1931
(04. Oktober) wurde von der Firma Rosenbauer eine moderne Motorspritze um 4.700,-- Schilling angekauft.
(Naturalsammlungen durchgeführt und S 871,-- vom Motorspritzenfond erhalten)
Damit wurde die Feuerwehr Gutau einsatzkräftig und für die damalige Zeit hochmodern ausgerüstet.
Direktor Gebetsberger übernahm das Amt des Feuerwehrkommandanten in Gutau.

1932
(1.April) der Löschzug Prandegg wird aufgestellt. Saugspritze und Geräte der Feuerwehr Gutau wurden an Prandegg übergeben.

1935
wurde das 50-jährige Bestandsjubiläum gefeiert.

1937
Der Löschzug Prandegg wurde eine eigene Feuerwehr.
Großbrand in St. Leonhard ,9 Häuser und die Kirche brannten ab.

1939 - 1945 2. Weltkrieg (keine Aufzeichnungen)

1946
wurden die Feuerwehren Erdmannsdorf und Selker-Neustadt wieder eigenständige Feuerwehren.
In Gutau wurde eine zweite Motorspritze angeschafft.
Direktor Gebetsberger übernahm wieder das Amt des Feuerwehrkommandanten.

Ein Wehrmachtsauto Steyr-3 Achser wurde in ein Feuerwehrauto umgebaut und diente so als erstes Motorfahrzeug der Feuerwehr Gutau.
Direktor Gebetsberger wurde Abschnittskommandant Bereich Pregarten, Alois Hackl übernahm die Kommandantenstelle in Gutau.

1952
brannten in Wenigfirling 4 Häuser, auch beim Fischer in Erdmannsdorf und Kagerer brannte es.
Die ersten Feuerwehrwettbewerbe wurden zu dieser Zeit abgehalten, Gruppe „Klaner“ errang beim Abschnittswettbewerb in Pregarten den Sieg.
Kamerad Reisinger übernimmt das Amt des Schriftführers.

1955
wurde eine neue Motorspritze RW 75 um S 23.000,-- von Rosenbauer angekauft, da die beiden alten Spritzen sehr anfällig waren.

1956
Am Gemeindeamt wurde eine Alarmsirene montiert.

1957
Brannten 4 Häuser der Ortschaft Schnabling ab.

1959
verunglückte Bürgermeister Lamplmair tödlich.
(26.Juli) Feierliche Einweihung des "Opel Blitz".
Beim ersten OÖ. Landesfeuerwehrtag nahmen 2 Gruppen unserer Feuerwehr teil.
Seit dieser Zeit nehmen laufend Gruppen an Landeswettbewerben teil.

1964
erreichte die Gruppe „Brunner“ einen Platz unter den zehn Besten beim Landeswettbewerb in Steyr;
damit war die Qualifikation für den Bundeswettbewerb in Wien erreicht.

1967
begannen Verhandlungen und Beratungen wegen des Grundkaufs für die Errichtung eines neuen Zeughauses in Gutau.
Bei der Rückkehr vom Landeswettbewerb in Vöcklabruck konnte die Gruppe „Mayr“ in Enns einen Brand in einer Lederfabrik löschen und rettete so einen Wert von ATS 650.000,--.
In Vomp erkämpfte die Gruppe Brunner das Tiroler Feuerwehr Leistungsabzeichen.

1969
wurde Gottfried Wagner Zeugwart und war lange Zeit die Stütze der Feuerwehr Gutau.
(8.Dezember) Begräbnis des Ehrenabschnittskommandanten Direktor Gebetsberger. 110 Feuerwehrkameraden nahmen teil.

1975
stellte Herbert Mayr eine Jugendgruppe zusammen, die beim ersten Jugendlager in Freistadt den 1. Rang erreichte.
Josef Haunschmied stellte eine Aktiv-Bewerbsgruppe auf, die mehr als 10 Jahre erfolgreich an Bewerben in ganz Österreich teilnahm.

Ein entsprechender Grundzukauf zur Errichtung eines neuen Zeughauses wurde von der Gemeinde Gutau getätigt.
(2. August) wurden die Feuerwehrgeräte in den Gemeindehof überstellt. Der Abbruch des alten Zeughauses konnte beginnen.
In zwei Monaten wurde der Rohbau samt Dachgleiche fertiggestellt. Insgesamt wurden 1400 Std. der Kameraden geleistet!
Baufausicht:Zeugwart Wagner und Fritz Punkenhofer. Rohbaukosten rund S 400.000,00.
S 120.000,00 wurden bei Haussammlungen gespendet.

1976
Frühling wurden Verputzarbeiten von Kameraden, die von Maurerei was verstanden durchgeführt.
Am 21. Juli war das neue Zeughaus bezugsfertig.
Finanzielle Belastung für die Gemeinde Gutau betrug: S 750,00 und konnten nur durch die Robotarbeit und persönlicher Einsatz einiger Kameraden so niedrig gehalten werden.

1977
konnte ein modernes Tanklöschfahrzeug Dank der Unterstützung durch die Gemeinde angekauft werden.

1978
(4. Juni) erfolgte die Auslieferung des TLF mit drei Atemschutzgeräten.

1978
(10 u. 11.Juni) wurde das Feuerwehrhaus sowie das Tanklöschfahrzeug feierlich eingeweiht.
90 Gruppen nahmen am 1. Abschnittsbewerb in Gutau teil.
Gutau belegte dabei einen 1.sten und zwei 3te Ränge.
8 Tage nach der Einweihung, hatte das TLF seine Feuertaufe (Zimmerbrand in Linden und Mansardenbrand bei Gerhartinger).

1979
(30 - 31.3) Schneekatastrophe in Gutau:
1 ½ Tage kein Strom, die Feuerwehr war ständig im Einsatz mit Ausschneiden von Bäumen und Räumungsarbeiten.
In den nachkommenden Monaten wurden die Bauern durch: Feuerwehr Gutau, Neumarkt, Sandl, Gugu, Windhaag, Kefermarkt und Freistadt bei den Aufräumarbeiten unterstützt.

1981
wurde die Feuerwehr Gutau mit Funkgeräten ausgerüstet (2 Handfunkgeräte und 1 Mobilfunkgerät)

1982
wurde die Sirene vom alten Gemeindehaus auf das Dach des Feuerwehrzeughauses verlegt und eine Funkalarmierung installiert. (Dadurch konnte Gutau vom LFK bzw. BFK Freistadt alarmiert werden)

1983
Jänner Brand in Erdmannsdorf bei Haus Immerle
Der trockene Sommer brachte in vielen Gegenden Wassernot und so musste das Tanklöschfahrzeug insgesamt 230 Mal eingesetzt werden und verschiede Haushalte mit Trinkwasser versorgen.

1984
(7. August) Brand im Hof Renner. 5 Feuerwehren standen im Einsatz.

1985
wurde ein Notstromaggregat angekauft.

1990
wurde der Rüstwagen – Opel Blitz – durch ein neues LFB-A ersetzt und aus der Kameradschaftskasse ein Rot-Kreuz Bus angekauft und von den Feuerwehrmännern zu einem KDO umgebaut.

1993/94
wurde das Feuerwehrhaus erweitert.
Eine Einsatzzentrale wurde errichtet, ein Schulungs - und Gemeinschaftsraum geschaffen und eine Garage dazugebaut.

1995,1997 und 1999
erwarben einige Gutauer Feuerwehrmänner das bayrische Leisungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold in Bad Höhenstatt.
Seit dieser Zeit wird die Kameradschaft mit den deutschen Feuerwehrmännern aus Bad Höhenstatt gepflegt.

2002
August Hochwasser:
Die Gutauer Feuerwehr wurde zu 52 Einsätzen gerufen, bei denen sie mehr als 1500 Einsatzstunden leistete.
Dutzende Keller wurden ausgepumpt, Objekte wurden vor noch größerer Zerstörung bewahrt und 19 Kinder und ihre Betreuer wurden aus der Haselmühle gerettet. Bei den Aufräumungsarbeiten wurde tatkräftig mitgeholfen.

2003
Auf Grund der anhaltenden Dürre im Sommer wurden mit dem Tankwagen im Gemeindegebiet Bauernhöfe und Familienhäuser mit Wasser versorgt.

2004
Neben vielen technischen Einsätzen gab es auch einige Brandeinsätze.
Von den Feuerwehrmännern wurden ca. 7000 freiwillige Arbeitsstunden geleistet.
Monatlich wurde eine spezielle Übung abgehalten – Atemschutz, Bergübungen mit LFB, Funk, Einsatztaktik, Wasserbeförderung, Erste Hilfe, ….

Zu den Fixpunkten im Jahresablauf der Gutauer Feuerwehrkameraden und des „Gutauer Gesellschaftslebens“ gehört der Feuerwehrball, Lotsendienst und Versorgung bei der Jänner Rallye, das traditionelle Maibaumaufstellen, Sonnwendfeuer, Kindergartenbesuch, Tag der offenen Tür und die Friedenslichtaktion.
Die Jugendgruppe und Bewerbsgruppe traten beim Landefeuerwehrwettbewerb in Schärding an und errangen jeweils die Abzeichen in Bronze und Silber. Der Abschnittnasslöschbewerb wurde bei der Fam. Klaner (Feiblmühle) ausgetragen.
Ein besonderer Schwerpunkt im Arbeitsjahr 2004 war die Fahrzeugwahl, Beladung,
Ausschreibung und Finanzierung des neuen Tanklöschfahrzeuges.
Eine Arbeitsgruppe beschäftigte sich monatelang mit dieser Aufgabe, um ein für die Feuerwehr und die Bevölkerung von Gutau modernes, funktionelles und schlagkräftiges Fahrzeug zu bestellen.

2005
(4. Mai) (Festtag des Hl. Florian)
erfolgte beim Fahrzeughersteller Lohr/Magirus in Graz/Kainbach die Übernahme und Einschulung des neuen TLF-A 2000.

Seit 5. Mai steht das neue TLF im Dienst zum Schutz der Gutauer Bevölkerung.

 


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